Wittringen

Die 1928 eingeweihte “Wittringer Freizeitstätte”, ursprünglich “Volkserholungsanlage Wittringen” genannt, gliedert sich in verschiedene Bestandteile auf. Auf der rund 100 Hektar großen Wald- und Parkfläche sind neben verschiedenen einheimischen und exotischen Zierbäumen auch über 200 Jahre alte Rotbuchenbestände zu finden.

 

 

Das historische Wasserschloss Wittringen, das in seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut worden ist, beherbergt heute auf seinem Gelände das Heimatmuseum der Stadt Gladbeck, ein Restaurant, eine Vogelinsel, ein Kleintiergehege und einen Bootsverleih direkt am Schlosssee.
Neben dem Schlossteich, der rund 37.000 m² misst, befinden sich in der Freizeitanlage auch noch der Brillenteich mit 23.100 m² und der Ehrenmalteich mit 5.400 m². Ein weiteres Gewässer ist der Mühlenbach, ein Nebenfluss der Emscher.

 

 

Für sportbegeisterte Besucher bietet sich ein großes Angebot. Das 1928 als “Vestische Kampfbahn” eingeweihte Gladbecker Stadion ist heute eine moderne, denkmalgeschützte Sportanlage. Neben einem Fußball-Rasenplatz sind alle erforderlichen Leichtathletikanlagen vorhanden. Zwar besitzt das seit 1986 unter Denkmalschutz stehende Stadion an der B 242 keine Flutlichtanlage, jedoch wird die 2009 fertiggestellte futuristische Überdachung der Zuschauertribühne allabendlich angestrahlt.
Direkt daneben lädt das Gladbecker Freibad mit seinen Angeboten zu Sport und Entspannung ein. Neben dem 50 m Becken mit 8 Bahnen und einem 15×15 m großem Sprungbecken mit einem 10 m hohen Sprungturm gibt es ein 100 m langes Nichtschwimmerbecken mit einer Wasserrutsche und ein Kleinkinderbecken. Ebenfalls bietet das sich über 30.000 m² erstreckende Freibad eine riesige Liegewiese, einen Kinderspielplatz, ein Beachvolleyballfeld, mehrere Tischtennisplatten und einen Imbiss. Im Winter wird das Schwimmerbecken von einer Traglufthalle überspannt.

 

Auch die Marathonlaufbahn in Wittringen lädt nicht nur zu sportlicher Betätigung ein, sondern ist auch ein Hingucker, denn seit September 2010 ist dort die längste LED-beleuchtete Strecke Deutschlands zu bewundern. Gleich neben der Marathonbahn liegen mehrere Tennisplätze, die öffentlich zugänglich sind. Etwas langsamer, aber dafür mit voller Konzentration kann man sich auf den beiden Minigolfanlagen Wittringens austoben.

Wittringen bietet neben den viele Sport- und Bewegungsflächen auch Raum zum entspannen, z. B. auf den großen Picknick in der nähe des Schlosses und in der nähe des Ehrenmals im Wittringer Wald. Ob Familie mit Kindern, Rentner oder Jugendlicher – jeder findet einen Platz zum sonnen, picknicken, entspannen oder spielen.

 

 

Das Ehrenmal im Wittringer Wald liegt direkt zwischen dem Ehrenmalteich und einer der Picknickwiesen. Die Gedenkstätte wurde am 17. Juni 1934 mit der Fertigstellung des Ehrenmals  eingeweiht und sollte – im Rahmen der Glorifizierung  des Nationalsozialismus – die Ehre der Toten des ersten Weltkrieges bewahren. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus dient das Ehrenmal der Erinnerung der Toten des Krieges, was durch den Schriftzug: „Zur Ehre der Toten des Krieges 1939-1945“ verdeutlicht werden soll. Am 8. Mai 1987 wird das Ehrenmal durch eine Stele ergänzt. Diese enthält  Auszüge aus der Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker anlässlich des 40. Jahrestages der Befreiung vom Nationalsozialismus.  Ein weiteres Mal wird die Gedenkstätte am 8. Mai 1999 durch ein Gedenkzeichen für Deserteure erweitert.
Als Ort des Gedenkens und der Erinnerung wird die Gedenkstätte nicht nur von interessierten Bürgern besucht. Seit 1952 wird am Ehrenmal am Volkstrauertag des Toten gedacht; seit dem 9. November 1988 findet am Ehrenmal die Gedenkfeier der Stadt Gladbeck für die Opfer von Krieg und Faschismus statt.